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Antisemitischer Rapper beim Konzert für autonomes Jugendzentrum

eingestellt am 29.11.2008

 

Glinde. Die Junge Union (JU) kritisiert den Auftritt des bekennenden Antisemiten Holger Burner beim Open Air Konzert für ein autonomes Jugendzentrum in Glinde.

"Wir verurteilen den Auftritt des Antisemiten Holger Burner aufs schärfste", sagt Björn Wagner, Pressesprecher der JU Glinde/Oststeinbek, zum Fest für ein autonomes Jugendzentrum am Wochenende in Glinde. Die Fehler der deutschen Geschichte sollten auch den libertären Jugendlichen bekannt sein. Bei einem Auftritt zum G8 Gipfel sang Burner folgenden Satz: "Ich bin gegen jeden Nationalismus und vor allem gegen den Zionismus". Danach musste das Konzert abgebrochen werden und der Veranstalter entschuldigte sich. "Bis heute hat Burner sich nicht davon distanziert", so Sebastian Bigdon, Kreisvorsitzender der JU Stormarn. Für die Junge Union ein unhaltbarer Zustand, dass eine solche Person in Glinde ein öffentliches Forum bekomme. Außerdem seien Mitglieder der JU Stormarn vom Veranstalter des Konzerts vom Platz verwiesen worden. "Wir wollten nur in Ruhe das Konzert mit anhören, wir wurden aber ohne Grund weggeschickt", so Bigdon weiter. Die JU befürchte, dass in einem autonomen Zentrum ein ähnlicher Umgang herrschen würde. "Intoleranz und Diskriminierung gehören einfach nicht nach Glinde", so Bigdon. Jugendliche, die nicht ihrer Meinung sind, werden in ihrem Haus nicht willkommen sein. In den autonomen Zentren wie dem Ini- Haus in Oldesloe, sei diese Art der Diskriminierung schon traurige Praxis. "Nun ist es die Aufgabe aller Demokraten in Glinde, das autonome Jugendzentrum zu verhindern", so Wagner. Die JU habe durch ihr Jugendkonzept für Glinde gezeigt, wie man auf demokratischen Wege Verbesserungen für alle Jugendlichen erreichen könne.

 
 
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